Sonntag, 22. Juni 2014

Zeit

Immer wieder frage ich mich selbst, wo denn meine Zeit hingegangen ist. Futsch, weg, gelöscht, currently not available. Und damit bin ich, wie ich bereits gemerkt habe, nicht der einzige. In meinem ganzen Umfeld hetzen die Leute nur noch von einem Termin zum nächsten.

"Hab grad nur fünf Minuten Zeit"
"Bin auf dem Sprung" 
"Kann ich dir später zurück schreiben?" 
"Tut mir leid, war grad nicht zu erreichen."

Nicht zuletzt bin ich derjenige, welcher diese Phrasen oft genug von sich gibt und dadurch Familie und Freunde vergrault. Ist das noch gesund?!
Natürlich stellt sich auch noch die Frage, wie es generell weitergehen soll. Habe ich - oder besser gesagt haben wir - genug Kapazitäten für diesen Stress? Wann ist der Endpunkt erreicht?



Momente der Ruhe, wenn man einfach mal eben zwischen Regengüssen in den Garten geht, ein bisschen Frauenmantel pflückt und diesen dann in der Lieblingsvase drapiert. Wie ihr seht, hat sich etwas im Flur getan, mehr Stauraum. Damit ist das Kapitel Flur aber noch nicht endgültig abgeschlossen, Fortsetzung folgt ...


Kommentare:

  1. Hi Jan,
    tja es gibt Phasen da ist das eben so. Es kommt nur darauf an wie man damit umgeht und welche Prioritäten man setzt. Mir ist auch oft vieles zu viel. Aber ich arbeite mit Listen in meinem Notizbuch, da kann ich alles erledigte abhaken und bin dann befriedigt. Momente der Ruhe sind für mich grundsätzlich die Wochenenden. Für Freunde und Familie nehme ich mir bewusst Zeit und wenn es bloss ein Telefonat ist. Aber diese Menschen will ich nicht vergraulen. Liebe Grüsse, Daniel

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  2. Wie schön dass Du Dir die Zeit für diesen Post genommen hast! Ich glaube, alle Leute kennen diese Zeiten und Entschleunigung ist manchmal einfach nicht machbar. Wichtiges von Unwichtigem trennen kann einen da schon weiterbringen. Ich drück die Daumen!

    Liebst,
    Steph

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  3. Toller Post & absolut legitime Feststellung und Frage. Mir geht es leider nicht anders...

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  4. Hach ja, das Thema hatte ich neulich auch erst mit einer Arbeitskollegin, mit der ich viele Projekte mache. Es ist zum einen schon fast krankhaft, wenn man mehr Zeit im Job mit Kollegen als mit Freunden verbringt - was dazu führt, daß deine oben ausgeführte Aussage immer wieder ausgesprochen wird. Zum anderen macht es einen auch nach einer gewissen Zeit traurig...solange man rechtzeitig für sich die Notbremse zieht und in der Lage ist, die eben schönen Momente richtig zu geniessen, ist es noch nicht zu spät. Wenn man aber an einem Wochenende abends alleine zu Hause sitzt und gern Gesellschaft hätte, das Telefonbuch sich aber arg entleert hat, dann sollte man nachdenken...

    Dein Flur gefällt mir im übrigen sehr sehr gut.

    Sei lieb gegrüsst!

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