Donnerstag, 27. August 2015

Prüfung

Hej!

Die letzten Wochen waren voller Arbeit, es stand mal wieder ein Kunstprüfung an. Für alle, die sich nichts darunter vorstellen können, man bekommt ein Thema, welches man mit dem Dozenten abgesprochen hat. Dieses wird dann in einer bestimmten Zeit, entweder 7 oder 14 Tage lang, abgearbeitet. Alles was einem dazu einfällt darf man dann im meinem Fall auf die Leinwand bringen, den für mich war es eine Prüfung in Malerei.
Das schlimmste an diesen Prüfungen ist der Druck, den ich mir selber aufgezwungen habe. Reicht das was ich dort auf die Leinwand gebracht habe? Erwartet meine Dozentin mehr von mir - an dieser Stelle sei mal angemerkt, dass meine Dozentin nur vage Hinweise gibt. Also ganz wirklich ist sicher ist man sich nie, wie sie jetzt zu der Arbeit steht. Was den Druck umso mehr erhöht. Aber da ich ja mittlerweile Ende des Bachelorstudiums angekommen bin, muss man endlich mal in die Pötte kommen und diese Prüfungen hinter sich bringen. Immerhin habe ich mich 1 1/2 Jahre davor mehr oder weniger gedrückt.


Diese Arbeiten sind während des Semesters entstanden. Meine Liebliengsfarbe Blau hat mich hier begleitet und das eine oder andere Bild wird in der neuen Wohnung bestimmt mal einen Platz finden. Ich male gerne Bilder, die ich später auch gerne um mich herum habe. Das geht natürlich nicht immer, es gibt das ja zum einen das Platzproblem und zum anderen malt man auch mal Bilder, die einem doch nicht so gefallen.
 Der Dozenten gefiel es mehr oder weniger, für die Prüfung wollte sie aber, das ich sowohl mit der Farbe Blau als auch den Kreisen breche.









Ich bin froh, dass ich nicht die ganze Zeit alleine im Atelier hocken musste. Da auch andere Kommilitonen zu der Zeit Prüfung hatten konnte ich immer wieder Pausen einlegen und mit ihnen reden, Anregungen erhalten und sich austauschen. Das Wetter hat mich auch nur genervt, wer will schon in einem Atlier mit Südlage bei strahlendem Sonnenschein und 36 Grad stinkenden Ölfarben auf Leinwände pinseln. 
Am 22. September erfahre ich dann, wie meine Prüfung benotet wird. Seitdem ich für den Master keinen Durchschnitt von 2,5 mehr haben muss ist das sowieso eine entspannte Sache (auch wenn es mich fuchsig macht, sollte ich nicht eine relativ gute Note für die Arbeit erhalten....).
Es ist immer eine schwierige Gradwanderung, zwischen Verbesserung des Bildes und Verschlechterung. Schon eine falsche Farbe und ein falscher Pinselstrich und man ist selber unzufrieden. Besonder schwer fiel es mir mit dem ockerfarbenen Bild. Da wollte sich einfach keine Tiefenwirkung einstellen, obwohl ich in so vielen Schichten gemalt habe. 


Der Boden des Atelier ist bereits Kunstwerk genug. Und es wird Zeit für neue Adidas Stan Smith, die die mich in der Prüfung begleitet haben sind zwar auch gezeichnet, aber ich will wieder einweiße Schuhe. 

Ein kleiner Lichtblick war der Verkauf eines Drucks aus der Reihe meiner 7-Tage-Prüfung im vergangenen Frühjahr. Der wurde auf den Kunsttagen in Dornum verkauft, bei denen ich leider nicht persönlich Gast sein durfte.

Genug für heute, ich schreibe nun weiter an meiner Hausarbeit und warte gespannt auf meine neue String-Schreibtischplatte, nachdem ich darauf mehr als 2 Monate gewartet habe ist es Zeit von einem 30cm tiefen Regalboden auf eine 60 cm tiefe Arbeitsplatte umzusteigen. 

Har det bra, Jan

Kommentare:

  1. Jan, vom Malen und Kunst im Großen und Ganzen verstehe ich nix. Ich kann einfach nur sagen, was mir gefällt. Und ganz wunderbar finde ich das Bild Nr. 2 - und hoffe sehr, dass es Deine Dozentin ebenso umhaut wie mich!!!
    Wie so oft: weniger ist meistens mehr!

    Sonnige Grüße zu Dir,
    Steph

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    1. Das sehe ich ganz genauso, das ist eigentlich nur ein schwarzer Strich auf einer weißen Leinwand. Ich konnte nicht weitermalen :D

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  2. Sehr schön, ich hoffe auch vor Deinen Prüfern kannst Du bestehen. Ich drück bis zum 22. Sept fest die Daumen.

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Über Kommentare freue ich mich immer!